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SportförderUNGSrichtlinien

Sportförderungsrichtlinien

der Gemeinde Kirchhundem vom 24.06.1998

 

 

I. Einleitung

 

1. Sportliche Betätigung bedeutet aktive Freizeitgestaltung, Erholung, Gesundheitsvorsorge und Vermittlung sozialer Kontakte.

 

2. Schul-, Vereins- und Freizeitsport dienen der Verwirklichung dieser Ziele, wobei sowohl Breitensport als auch Leistungssport ihre besondere Bedeutung haben.

 

3. Die gemeinnützigen Sportvereine sind eine wesentliche Kraft zur Schaffung sportlicher Betätigungsmöglichkeiten. Sie nehmen der öffentlichen Hand als freie Träger Aufgaben und Ausgaben ab.

 

4. Aus diesem Stellwert des Sports ergeben sich die Aufgabe der Gemeinde in der Planung, im Bau und in der Verwaltung von kommunalen Sport- und Freizeitanlagen, in der Beratung und Förderung der Vereine sowie der Unterstützung sportlicher Aktivitäten.

 

5. Grundlage für die Sportförderung in der Gemeinde Kirchhundem sind die Mitgliedschaft im Landessportbund sowie die nachstehenden Richtlinien.

 

 

II. Grundsatz/Allgemeines

 

1. Auf finanzielle Zuwendungen besteht kein Rechtsanspruch. Zuwendungen werden nur aufgrund schriftlichen Antrags im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel gewährt.

 

2. Anträge, die von den Förderungsrichtlinien abweichen, können in besonders begründeten Einzelfällen vom Sportausschuss dem Haupt- und Finanzausschuss zur Entscheidung zugeleitet werden.

 

 

III. Bereitstellung von Sport- und Freizeitanlagen für den Übungs- und Wettkampfbetrieb

 

1. Die gemeindlichen Sportanlagen werden den Vereinen grundsätzlich unentgeltlich im Rahmen der jeweils geltenden Benutzungsordnung zur Verfügung gestellt. Ausnahmen von dieser generellen Regelung werden durch Einzelbeschluss des Sportausschusses festgelegt (z. B. bei Veranstaltungen, zu denen Eintritt erhoben wird oder bei Nutzung der Sport- und Freizeitanlagen mit besonderen Kosten für die Gemeinde – Ferienzeiten und dergleichen).

 

2. Die Gemeinde gewährt darüber hinaus grundsätzlich kostenlose Dusch- und Umkleidemöglichkeiten in gemeindeeigenen Gebäuden, sofern vereinseigene oder angepachtete Räumlichkeiten nicht zur Verfügung stehen. Für Ausnahmen gilt Ziff.1 Satz 2 entsprechend.

 

3. Die Gemeinde übernimmt den kostenlosen Pflegedienst der gemeindeeigenen Sport- und Freizeitstätten. Die unentgeltliche Pflege vereinseigener Sporteinrichtungen wird von der Gemeinde nur dann durchgeführt, wenn die Vereine selbst keine Möglichkeit besitzen, die Pflege mit zumutbarem Aufwand selbst vorzunehmen.

 

 

IV. Finanzielle Zuwendungen zur Förderung der Jugendarbeit in Sportvereinen

 

1. Die Förderung erfolgt in Grund- und Pro-Kopf-Beträgen. Dabei wird die Anzahl der Jugendlichen in den Jugend- und Sportvereinen bis zum 18. Lebensjahr für die Ermittlung des Pro-Kopf-Betrages zugrundgelegt. Maßgebend ist die Mitgliederzahl am 1. Januar des laufenden Kalenderjahres.

 

2. Die Höhe des Grund- und des Pro-Kopf-Betrages wird jährlich unter Berücksichtigung der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel nach Beratung im Sportausschuss festgelegt. Der Sportausschuss kann zusätzlich entscheiden, ob ausnahmsweise nur eine Grundbetragsförderung oder nur eine Kopfbetragsförderung gewährt wird.

 

 

V. Zuwendungen für besondere Sport- und Freizeitveranstaltungen

 

Im begründeten Einzelfall kann die Gemeinde weitere Zuwendungen für die Durchführung besonderer Sportveranstaltungen bzw. zu besonderen Vereinskosten gewähren. Darunter fallen insbesondere überregional bedeutsame Veranstaltungen mit einem Werbeeffekt für die Gemeinde und besondere Jugenderholungsmaßnahmen. Daneben kann die Gemeinde für besondere Leistungen Pokale, Plaketten usw. stiften. Die Entscheidung im Einzelnen trifft der Sportausschuss.

 

VI. Finanzielle Zuwendungen für Investitionsvorhaben

 

1. Gefördert werden die Errichtung und Erweiterung von Sportanlagen bei nachgewiesenem Bedarf (insbesondere Aktivitäten und Jugendarbeit des Trägers, multifunktionale Nutzungsmöglichkeiten durch benachbarte Vereine, Schulen und andere), wenn die Gesamtfinanzierung und die Unterhaltung der Anlage gesichert sind.

 

2. Die jeweilige Sportanlage muss den geltenden Normen und Bedürfnissen einer Benutzung durch Schulen und Vereine entsprechen.

 

3. Der Träger hat sich zu verpflichten, benachbarten Vereinen und Schulen die Nutzung der Sportanlagen zu ermöglichen.

 

4. Die Höhe der Zuwendung ist einzelfallbezogen, d. h. auf die jeweilige Maßnahme abgestellt, zu ermitteln. Besonderheiten können bei der Festlegung des Zuschusses berücksichtigt werden.

 

5. Bei der Entscheidung über die Zuschussgewährung ist, soweit nachfolgend aufgeführt, von folgenden Grundsätzen und Grundwerten auszugehen.

 

5.1 Umkleidegebäude

 

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass das geplante Gebäude an das öffentliche Verkehrs- und Versorgungsnetz angeschlossen werden kann.

 

5.2 Der Größe der Gesamtanlagen entsprechend (z. B. Sportplatz mit überregionaler Bedeutung oder Tennisanlage für Dorfvereine) müssen Umkleide-, Dusch- und Sanitärräume in ausreichender Zahl vorhanden sein.

 

5.3 Der Zuschuss wird entsprechend der bebauten Fläche ermitteln. Folgende Grundwerte werden für die Berechnung des Zuschusses zugrunde gelegt.

 

5.4 Sanitärräume, Umkleideräume sowie Besprechungs- und Aufenthaltsräume 100,- EUR/m² Fläche, Flure und Geräteräume 80,-EUR/m² Fläche.

 

5.5 Geräte-, Besprechungs- und Aufenthaltsräume sind nur bis zu einer Gesamtfläche von 50m² förderungsfähig. Sanitär- und Umkleideräume sind höchstens bis zu einer Gesamtfläche von 100m² förderungsfähig.

 

6. Flutlichtanlagen

 

Gefördert werden Flutlichtanlagen auf Sportplätzen, die nach Angaben des Fußball- und Leitathletikverbandes nicht für den Trainings-, sondern auch für den Wettkampfbetrieb geeignet sind.

 

Der Zuschuss beträgt 2.500,- Euro (Festbetrag).

 

7. Tennisfelder

 

Der Zuschuss beträgt pro Tennisfeld 2.500,- Euro. Gefördert werden grundsätzlich bis zu 3 Tennisfelder je Tennisanlage. Nur in besonders begründeten Ausnahmefällen kann ein höherer Zuschuss gewährt werden.

 

8. Sportgeräte

 

Sportgeräte werden nur gefördert, wenn sie einen Anschaffungswert von jeweils mehr als 1.500,- Euro haben. Der Zuschuss beträgt 20% der Erwerbskosten, höchstens 2.500,- Euro.

 

VII. Zuwendungsverfahren bei Investitionsvorhaben

 

1. Die Zuwendungsempfänger müssen im Sinne des Körperschaftssteuergesetzes wegen Förderung des Sports als gemeinnützig anerkannt sein.

 

2. Voraussetzung für die Gewährung einer Zuwendung ist grundsätzlich eine angemessene Beteiligung des Trägers der Maßnahme durch Einsatz von Eigenkapital oder Eigenleistung.

 

3. Anträge sind vom Träger der Maßnahme vor Durchführung der Maßnahme zu stellen. Ihnen sind ein Finanzierungsplan und ein Erläuterungsbericht beizufügen.

 

4. Die Maßnahme dar erst nach Zugang des Bewilligungsbescheides oder Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn/Erwerb in Angriff genommen werden. Ohne Bewilligungsbescheid oder Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn/Erwerb begonnene Vorhaben werden nicht gefördert.

 

5. Die Bewilligung wird gegenstandslos, wenn nicht innerhalb von 18 Monaten nach Bewilligungsdatum mit dem Projekt begonnen wird (Baubeginn, Bestellung, etc.).

 

6. Die Zuwendungen werden wie folgt ausgezahlt:

 

a.) Bei Bauvorhaben

 

50% nach Vergabe des Bauauftrages

50% nach abschließender Fertigstellung bzw. nach der Rohbauerstellung bei Hochbauten

 

b.) Bei Erwerb von Geräten

 

nach Vorlage der Rechnung

 

7. Nach Abschluss der Maßnahme ist ein Verwendungsnachweis vorzulegen, aus dem die tatsächlich entstandenen Gesamtkosten in Anlehnung an den bei der Antragsstellung vorgelegten Finanzierungsplan ersichtlich sind. Der Verwendungsnachweis ist innerhalb von 12 Monaten nach vollständiger Auszahlung der Zuwendung vorzulegen. Vereine, die dieser Verpflichtung nicht nachkommen, werden bis auf weiteres von weiteren finanziellen Förderungen der Gemeinde ausgeschlossen.

 

 

VIII. Ehrungen für sportliche Leistungen

 

In Anerkennung hervorragender sportlicher Leistungen nimmt die Gemeinde Kirchhundem in Absprache mit dem Gemeindesportverband Ehrungen vor. Die Ehrungen werden situativ bzw. bei der jährlichen Mitgliederversammlung des Gemeindesportverbandes durch den Bürgermeister, den Fachausschussvorsitzenden sowie den Gemeindedirektor vorgenommen.

 

 

IX. Inkrafttreten

 

Diese Richtlinien treten mit dem Tage der Beschlussfassung in Kraft. Gleichzeitig verlieren alle entgegenstehenden Regelungen ihre Gültigkeit.

 

 

 

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Richtlinien vom 24.06.1998, in Kraft am 24.06.1998

Euroanpassung der o. g. Richtlinien gem. Ratsbeschluss vom 26.04.2001

Sportförderungsrichtlinien

des Gemeindesportverbandes Kirchhundem vom 01.04.2004

 

 

I. Einleitung

 

Der Gemeindesportverband Kirchhundem erhält im Rahmen eines Sponsoringvertrages von der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem einen jährlichen Geldbetrag (derzeit 3.500,- €) zur zweckentsprechenden Bezuschussung der in der Gemeinde ansässigen Sportvereine.

 

Die Vereine müssen eingetragene Vereine sein und dem Gemeindesportverband angehören.

 

 

II. Grundsatz/Allgemeines

 

Auf finanzielle Zuwendungen besteht kein Rechtsanspruch. Zuwendungen werden aufgrund schriftlichen Antrags im Rahmen der zur Verfügung gestellten Geldmittel der Sparkasse gewährt.

 

Über die Zuschusshöhe entscheidet in Anlehnung an diese Richtlinien der Vorstand des Gemeindesportverbandes. Die Auflagen der Sparkasse (Einzel-Werbemittel, etc.) sind Grundlage der Bezuschussung und von den Vereinen einzuhalten. Der Sponsoringvertrag ist insofern Grundlage dieser Richtlinien und als Anlage beigefügt.

 

 

III. Förderungsmöglichkeiten

 

1. Gefördert werden, vornehmlich im Kinder- und Jugendbereich

 

a) besondere Veranstaltungen

b) Fortbildungsmaßnahmen oder Freizeiten mit Fortbildungshintergrund.

 

2. Anschaffung von Sportgeräten o. ä. im Sinne der vereinsmäßigen Jugendarbeit

 

3. Sonstige vereinsspezifische Vorhaben.

 

 

 

IV. Zuwendungsverfahren

 

Voraussetzung für die Gewährung einer Zuwendung ist grundsätzlich eine angemessene Beteiligung des Trägers der Maßnahme durch Einsatz von Eigenkapital oder Eigenleistung.

 

Dem Gemeindesportverband sind weitere Zuwendungsgeber mitzuteilen (Gemeinde Kirchhunden, Kreis Olpe, LSB, usw.). Des Weiteren sind bei diesen Institutionen im Rahmen ihrer Fördermöglichkeiten Anträge auf Zuwendung zu stellen.

 

Die Einnahmen und Ausgaben sind in einem Finanzierungsplan darzustellen.

 

Ein vorzeitiger Maßnahmebeginn ist nur nach Absprache mit dem Gemeindesport-verband möglich.

 

 

V. Antragsschluss

 

Die Anträge für das laufende Kalenderjahr sind bis spätestens 30. August eines jeden Jahres beim Gemeindesportverband einzureichen. Der Vorstand entscheidet sodann über die Anträge in der darauffolgenden Vorstandssitzung (voraussichtlich Oktober).

 

 

VI. Inkrafttreten

 

Die Richtlinien treten am 01.04.2004 in Kraft und gelten solange der Sponsoringvertrag mit der Sparkasse A-L-K Bestand hat.